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Faszination Punk




"Punk. pUnK. Sicherheitsnadeln. Sex Pistols, Rasierklinge, God S(h)ave the Queen. No Future. London. 1977. Punk=Garbage=Abfall, Müll. Alptraum aller Eltern. Abgefackt ist In. Hinterhof. Schmutz. Ratte. Verratze Matratze. Johnny Rotten, the damned. Abschaum. Arbeitslosigkeit. No Future. F... die Bourgeoisie. No Future. Rock'n Roll. Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa. Rock'n'Roll is dead. Zerrissene Klamotten. Sicherheitsnadel durch die Backe. Durch die Bank, weg. Never mind the bollocks. No Future. Lila-violett gefärbte Haare. Fuck. Probleme. SexPIStOls. Buchstaben aus Zeitungen. Brutal und Hässlich. No Future. Hämmer die Drums. Schrapp die Gitarre. Anarchie ist machbar Herr Nachbar. Schrapp die Gitarre laut und schnell. Fuck You Kay=No Future. No Futter. Haste ma ne Fluppe, ey. Dusche? Geschniegelt? Vergiss es.

Fragst du zehn verschiedene Punks nach der Definition von Punk, dann bekommst du zehn verschiedene Antworten. Doch auf eine Sache kann man sich einigen. Punk ist mehr als nur eine Musikrichtung, es ist eine Art zu leben und ein Lebensgefühl."

So schreibt laut.de

Und nach diesem Abschnitt folgt eine Seitenlange Darlegung, das es nicht die Sex Pistols aus England waren die den Punk unter die Leute brache sondern Velvet Underground aus den Staaten. Und es immer noch gestritten, wer es den nun wirklich war.
Doch was würde es für einen Unterschied machen? Es ist Musik, und keine Quelle eines unaufhörlichen Streits...

Aber bei einem werden wir uns wohl alleine einig sein: Punk ist mehr als nur Musik…..





Ich möchte mit dieser Page in erster Linie von den ganzen Vorurteilen ablenken die dem „Punk“ jeden tag vor die Füße geworfen werden.

1. 2 Meter hoher Iro
2. zerrissene Klamotten
3. ausgehungert
4. hat mindestens 2 Hunde und 3 Ratten
5. säuft, raucht und/oder kifft
6. trägt mindestens 10 Nietenarmbänder
7. hört voll aufgedreht Punkrock
8. schläft ,isst usw. auf der Straße
9. stinkt 10m gegen den Wind

(Quelle: CruZerO)


Und was ist mit den ganzen Jugendlichen, die bei ihren Eltern wohnen, jeden tag duschen, zur Schule gehen und trotzdem gegen den Strom schwimmen und ihre ganzen freien Gedanken durch den Punk ausdrücken?





„Punks werden auch als gewalttätig dargestellt. Genauso ein Schwachsinn wie das mit dem Aussehen. Natürlich gibt es auch gewalttätige Punks aber es ist nicht der Sinn des Punkdaseins andere Menschen totzuschlagen. Eigentlich wollen wir ja nur die Anarchie und ein ruhiges Leben ohne Verpflichtungen.“ - CruZero


In diesem Sinne will ich euch jetzt „Die Lebenseinstellung“ von www.unbreakable.ch zeigen, den besser hätte man es nicht schreiben können…..


1. Was bedeutet Punk?


Punk sein bedeutet nicht, sich um jeden Preis durch Äußerlichkeiten von anderen abheben zu wollen, durch schlechte Manieren auffallen zu wollen oder Leute anzupöbeln.
Vielmehr bedeutet Punk Wachsamkeit, Skepsis, Toleranz und die Fähigkeit zu freiem und vernünftigen Denken.




2. Definition der Begriffe


a.) Wachsamkeit

Wachsamkeit ist einer der wichtigsten Bestandteile des Punkdaseins. Wachsamkeit gegen Faschismus, staatliche Willkür, Volksverdummung, gefährliche Tendenzen innerhalb einer Gruppierung und auch Wachsamkeit gegenüber Ausbeutung. Ein Punk hat immer eine Auge auf alles, was das friedliche Miteinander behindern oder gefährden könnte.


b.) Skepsis

Unter Skepsis ist die Fähigkeit zu verstehen, kritisch zu hinterfragen. Hinterfragt werden sollte an und für sich alles, besonders jedoch Entscheidungen der Staatsgewalt, Entscheidungen von Lehrern, Vorgesetzten im Job, aber auch Entscheidungen von Freunden und Familie. Skepsis entsteht durch die Fähigkeit frei und vernünftig zu denken, denn nur wer eigene Vorstellungen hat, ist in der Lage andere Vorstellungen zu hinterfragen.


c.) Toleranz

Toleranz gehört zu den Begriffen, die bereits bis zum Umfallen missbraucht, ausgebeutet und zerstückelt wurden. Zu Toleranz ist in meinen Augen nur in der Lage, wer selbst Diskriminierung in irgendeiner Form erfahren hat. Schwächen (gemeint ist hier alles, was einen Menschen von der breiten Masse unterscheidet, also und vor allem auch Dinge die nicht beeinflussbar sind: von Kurzsichtigkeit über die Hautfarbe, Haarausfall oder Homosexualität bis hin zu körperlichen oder geistigen Behinderungen) kann nur „verzeihen“, besser vielleicht akzeptieren, wer selbst „Schwächen“ hat. Toleranz ist in vielen Fällen leider nur ein Wort und muss dann durch den Begriff Heuchelei ersetzt werden. Das Problem an Toleranz ist, dass sie leicht auszunutzen ist oder missverstanden und dann gegen einen selbst verwendet werden kann. So bedeutet zum Beispiel die Toleranz von Homosexuellen Lebensgemeinschaften nicht, dass man unbedingt einen Homo-Mann im Minikleid vor sich in der Kasse stehen haben möchte, die Toleranz gegenüber ethnischen Minderheiten bedeutet nicht, dass man Sekten akzeptiert. Toleranz ist dehnbar aber in jedem Fall ein wichtiger Faktor der den intelligenten Menschen vom Idioten unterscheidet. Ein Punk definiert für sich selbst die Grenzen, in denen er/sie bereit ist, zu tolerieren. Im Gegensatz zu den Hippies der 60er Jahre ist es unter Punks unüblich, jeden und alles zu tolerieren. Dies hängt mit den Punkten a.) und b.) zusammen.


d.) Die Fähigkeit, unabhängig und vernünftig zu denken

Eine Begabung, die seit je her gleichzusetzen ist mit „gegen den Strom schwimmen“. Jeder Mensch der seinen Verstand gebraucht, erkennt Dinge in seinem Leben, die zu akzeptieren er nicht in der Lage ist. Wer dies dann äußert, eckt unweigerlich an. In einer Gesellschaft, in der diese Fähigkeit nicht gerne gesehen ist, hat es besonders schwer, wer nicht nur ab und an, sondern eigentlich ständig mit offenen Augen und offenem Verstand durch die Welt geht. Nicht-Akzeptanz durch die breite Masse, häufig Diskriminierung durch Vorgesetzte, Lehrer, ja sogar Freunde und Familie sind die Folge. Es ist unausweichlich, dass durch die Schwierigkeiten, die einem „Denker“ begegnen, ein weiterer Denkprozess ausgelöst wird: Soll ich mir überhaupt Gedanken über das alles machen? Wieso bin ich der einzige, den es kümmert? Ist es das alles überhaupt wert? Etwa in dieser Art dürften die Fragen lauten, die der Mensch sich dann stellt. Es ist wichtig, dann nicht den Schwanz einzuziehen. Denn die Fähigkeit unabhängig zu denken ist die wichtigste Sache, die den Menschen vom Tier unterscheidet. Sie ist die einzige Sache, die Wachsamkeit, Skepsis und Toleranz ermöglicht und erst effektiv macht. Es klingt böse, aber gerade die Menschen, die lautstark gegen „Freidenker“ vorgehen, sind die Menschen, die sie am dringendsten brauchen. Denn (Zitat aus: „Eine Frage der Ehre“; Jack Nicholson als Col. Nathan Jessip) „tief in ihrem Innern - aber das sagen sie nicht auf Partys – wollen sie, dass wir da draußen stehen“. Anders als in dem Film geht es aber nicht um die bewaffnete Verteidigung von Grenzen, sondern um Wachsamkeit, Skepsis, die Fähigkeit zur Analyse und Bereitschaft zum Widerstand.


3. Was bedeutet Punk und was bedeutet es nicht?


In der Einleitung wurde diese Frage bereits angesprochen. Punk bedeutet in jedem Fall die erwähnten Punkte Wachsamkeit, Skepsis, Toleranz und eigenständiges Denken. Des weiteren bedeutet Punk auch Offenheit gegenüber anderen Ideen, Flexibilität und eine gewisse Lebensfreude.

Was Punk hingegen nicht unbedingt bedeutet ist Spaß um jeden Preis, Betteln, Schnorren, schlechte Manieren, Auffallen um jeden Preis, Drogenabhängigkeit, Verbrechen und Gewalttätigkeit.




4. Ein paar Worte zum Schluss


Das Problem an der Lebenseinstellung „Punk“ ist eigentlich die schlechte Reputation, die untrennbar mit dem Begriff verbunden ist. Wer den Begriff Punk hört, denkt an einen abgewrackten, in dreckigen und zerfledderten Klamotten rumlaufenden, einen gefärbten meterhohen Iro tragenden, schnorrenden, fixenden, übelriechenden Spinner. Veranstaltungen wie die Chaostage in Hannover haben nicht unwesentlich dazu beigetragen, diese Vorurteile zu verstärken, gerade auch was den Punkt Gewaltbereitschaft angeht (Stichwort „Penny-Markt“).
Kaum jemand denkt bei dem Begriff Punk an Unidozent Greg Graffin (Bad Religion) und seine Truppe.



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